DENTAL TRIBUNE German Edition · Nr. 3/2010 · 3. März 2010 International News 3 Behandlungsangst: Oft Behandlungsangst: Oft bei psychosozialen Problemen Schwedische Forschungen untersuchten Angst vor dem Zahnarzt bei Kindern und Jugendlichen. GÖTEBORG – Angst vor dem Zahnarzt kommt besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen vor, die in schwierigen Familienverhältnissen leben oder in psychologischer Behandlung sind.Zu diesem Schluss kamen schwedische Forscher der Sahlgrenska Academy (www.gu.se). Kinder und Jugendliche, die Zahnarzttermine ständig verschieben oder absagen, hätten viermal häufiger Kontakt mit Psychologen oder Anwälten. Die Zahnärzte sollen besonders dieser Patientengruppe mit besonderem Respekt und Verständnis begegnen, berichtet Studienleiterin Annika Gustafsson gegenüber pressetext. „Mittlerweile gibt es Zahnärzte, die sich auf minderjährige oder erwachsene Angstpatienten spezialisiert haben“, so Studienleiterin Gustafsson. Das Anliegen der Studienleiterin war es, mögliche Unterschiede zwischen Jugendlichen mit starker Behandlungsangst und ihren Alterskollegen festzustellen. Je 250 junge Patienten aus beiden Gruppen beschrieben dafür ihre Familie und ihr tägliches Leben. „Kinder und Jugendliche, die sich der Zahnarztbehandlung widersetzen, haben deutlich öfter Zahnarzt-Angst, stammen eher aus Familien aus niedrigen sozialen Schichten und mit geringem Einkommen. Sie leben häufig mit einem einzigen Elternteil, sind weniger aktiv und haben mehr psychologische Probleme Mit Omega-3 gegen Bakterien Studie zur antibakteriellen Wirkung erschienen. LEXINGTON/KENTUCKY – Omega-3-Fettsäuren mit marinem oder pflanzlichem Ursprung besitzen einen nachgewiesen starken antibakteriellen Einfluss auf eine Reihe oraler Pathogene. Eicosapentaensäure (EPS), Docosahexaensäure (DHS) und AlphaLinolensäure sowie deren Fettsäure Ethyl Ester könnten das Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren und ihren Estern gegen orale Pathogene.“ Die Studie untersuchte die Wirksamkeit von EPS, DHS und AlphaLinolensäuren sowie ihrer Fettsäure Ethyl Ester auf eine Reihe oraler Pathogene. Bei allen untersuchten Omega-3 Verbindungen konnte eine starke antibakterielle Wirksamkeit nachgewiesen werden.Dr.Huang bestätigte,dass die Untersuchungen in diesem Bereich weiterlaufen werden und fügte hinzu: „Derzeit planen wir, diese Wirksamkeit zu untersuchen und versuchen, diese auf Produkte wie beispielsweise Kaugummi zu übertragen. Weiterhin möchten die Wissenschaftler Antworten finden auf Fragen zur optimalen Dosierung, Pharmakokinetik, oder In-vivo-Dosierung bzw. Wirksamkeit. Die Studie wurde im Journal Molecular Oral Microbiology veröffentlicht. DT Quelle: dentistry.co.uk Foto: Paul Matthew Photography als ihre Alterskollegen“, berichtet Gustafsson. Auch die Eltern wurden befragt. Dabei zeigte sich, dass die meisten ebenfalls an schlimmen ZahnarztÄngsten litten und eher Zustände der Angst und Sorge hatten, wenn ihre Kinder die auf Problempatienten spezialisierten Zahnärzte benötigten. „Es scheint, als ob die Angst vor dem Zahnarzt vererbt wird. Will ein Elternteil aufgrund seiner eigenen Ängste das Kind nicht zum Zahnarzt begleiten, so wirkt sich das negativ auf das Kind aus“, so Gustafsson. Die Ergebnisse zeigen laut Ansicht der Studienautorin, dass eine Zusammenarbeit zwischen Psychologen oder Sozialarbeitern mit den Zahnärzten aus Gründen der Zahngesundheit sinnvoll wäre. „Es geht darum, so früh wie möglich zu entdecken, welche Kinder und Jugendlichen besondere Hilfe und Unterstützung brauchen. Diese Form der Kooperation gibt es bisher noch nicht.“ DT ANZEIGE Bild: HLPhoto Wachstum oraler Pathogene in relativ geringen Dosen hemmen, einschließlich das von Streptococcus mutans, Candida albicans und Porphyromonas gingivalis, heißt es in einer aktuellen Studie der Kentucky Universität. Dr. Brad Huang und Dr. Jeff Ebersole von der University of Kentucky: „Dies ist die bislang erste Untersuchung zum Nachweis der signifikanten antibakteriellen Kavitäten-Waschliquid Kavitäten-Waschliquid – effektive Vorbereitung der Restauration Wichtig für den langfristigen Erhalt einer Restauration ist die sorgfältige Vorbereitung. Kavitäten-Waschliquid bietet eine dauerhaft desinfizierende Kavitätenversorgung. Fett- und Feuchtigkeitsreste werden ebenso wie Füllungsreste vorheriger Kunststofffüllungen sicher entfernt. Die Dentinkanälchen werden vor schädlichen Agenzien geschützt. Zudem wirkt es schwach anästhesierend durch Kühlung. Neuartige Oberfläche für bessere Implantathaftung Die Beschichtung senkt das Risiko von Abstoßungsreaktionen. PFÄFFIKON/RALEIGH – Nach Informationen von Global Press haben Wissenschaftler der North Carolina State University eine neue Implantatoberfläche entwickelt, welche die Haftung von Implantaten verbessern könnte. Hierdurch sollen Hüft- und Knieprothesen genau wie Zahnimplantate leichter mit den umgebenden Knochen verwachsen.Auch kann die neue Beschichtung mithilfe eingebetteter Silber-Nanopartikel Infektionen abwehren und das Risiko von Abstoßungsreaktionen senken. Die Implantatoberfläche besteht aus einer kristallinen Schicht,die direkt auf der Prothese oder dem Implantat liegt, und einer äußeren Schicht, die mit den Knochen in Berührung kommt. Diese äußere Schicht löst sich mit der Zeit auf, wobei sie Kalzium und Phosphat freisetzt. Dadurch wird das Knochenwachstum angeregt und somit die Haftung der Implantate und Prothesen erhöht. Laut Professor Afsaneh Rabiei hat die Beschichtung einen weiteren Vorteil: Bei der Herstellung kann die äußere Schicht so erzeugt werden, dass sie sich nach einer festgelegten Zeit zersetzt. Es ist demnach möglich,die Zersetzung individuell auf die Knochenwachstumsrate der Patienten abzustimmen. DT Quelle: Global Press • fett- und feuchtigkeitslösend • schützt die Dentin-Kanälchen vor schädlichen Anaerobiern • sicheres Entfernen vorheriger Kunststoff-Füllungen • wirkt dabei schwach anästhesierend durch Kühlung siehe auch S. 14 Foto: Robert Kneschke Humanchemie GmbH · Hinter dem Kruge 5 · D-31061 Alfeld/Leine Telefon +49 (0) 51 81 - 2 46 33 · Telefax +49 (0) 51 81 - 8 12 26 www.humanchemie.de · eMail info@humanchemie.de