DENTAL TRIBUNE Swiss Edition · Nr. 3/2010 · 5. März 2010 Implants Special 17 Image guided surgery: Das coDiagnostiX®-System von Dr. Sebastian Kühl, Prof. Dr. Dr. J. Thomas Lambrecht, Universität Basel BASEL – Die computergestützte, schablonengeführte Implantation gilt mittlerweile als etabliertes Verfahren in der zahnärztlichen Implantologie. Für fast jedes Implantatsystem werden Soft- oder Hardwarekomponenten angeboten, mit denen virtuelle Implantatplanungen auf die Patientensituation durch das Einarbeiten von Führungshülsen in spezielle Bohrschablonen übertragen werden können. Dabei kann prinzipiell zwischen stereolithografisch- oder laborgefertigten Schablonen, sowie zwischen offenen (unterschiedliche Implantatsysteme planbar) und geschlossenen Systemen (nur ein Implantatsystem planbar) unterschieden werden. Die Grundlage der laborgefertigten Bohrschablonen bildet eine Röntgenschablone, welche einen system- bzw. softwarespezifischen Referenzkörper beinhaltet, sowie eine CT- oder DVT basierte, dreidimensionale Röntgenaufnahme des Patienten mit eingesetzter Röntgenschablone. Die Kombination aus 3-D-Röntgenbild – in welchem neben dem Knochen auch die eingesetzte Schablone mit den entsprechenden Referenzkörpern sichtbar ist – ermöglicht es dann, die virtuelle Implantatplanung in die Realität umzuwandeln. In einer Falldarstellung soll das coDiagnostiX®-System mit den drei wesentlichen Elementen beschrieben werden. Ein 73-jähriger Patient stellte sich mit den nicht erhaltungswürdigen Zähnen 44, 45 und 47 mit dem Wunsch nach einer festsitzenden Versorgung im rechten Unterkiefer vor (Abb 1). Als Referenzkörper, welche die Ankopplung zwischen virtueller und reeller Welt ermöglichen, dienen bei dem coDiagnostiX®System drei Titanpins, welche in Abhängigkeit der Kieferbreite des Patienten in die hierfür spezifische templiX®- Platte inseriert werden können (Abb. 2). Die templiX®-Platte wiederum wird auf die Röntgenschablone aufpolymerisiert und ermöglicht es vor dem Anfertigen der Röntgenaufnahme, die Schablone ª < Abb. 2: Die röntgenopaken Zähne 44, 45 und 47 sind vestibulär etwas in Richtung Umschlagfalte extendiert. Die templiX®-Platte wurde aufpolymerisiert und trägt die drei Titanpins (Pfeile), die als Kopplung zwischen virtueller Planung und Realität dienen. Über okklusale Kunststoffstops wird der Biss gesperrt, um Artefakte durch Metallrestaurationen des Gegenkiefers im Bereich (Umsetzung und Foto: Labor Bollack, DE-Gaiberg) der Titanpins auszuschliessen. ANZEIGE ROXOLID™ DIE NEUE „DNS“ VON IMPLANTATMATERIALIEN ROXOLID™ – Exklusiv für die Anforderungen von Implantologen entwickelt. Roxolid™ bietet Vertrauen beim Setzen von Implantaten mit kleinem Durchmesser Flexibilität mit mehr Behandlungsoptionen Entwickelt für gesteigerte Patientenakzeptanz von Implantatbehandlungen Stra 1 ... ü b er uma nn ® S LAct iv e Abb.1: Panoramaschichtaufnahme mit den nicht erhaltungswürdigen Zähnen 44, 45 und 47 vor Sanierung. ill io r ve nI m pla ntate 3 Monate nach Extraktion der Zähne 44, 45 und 47 wurden Situationsmodelle auf der Basis von Alginatabformungen angefertigt und in einen Mittelwertartikulator montiert. Das Wax-up der zu ersetzenden Zähne 44, 45 und 46 wurde durch die Verwendung von röntgenopakem Kunststoff in eine mittels kaltpolymerisierendem Methacrylat angefertigte Röntgenschablone eingearbeitet. Um in der 3-D-Planung ausreichend Informationen über den Verlauf des Weichgewebes und somit des Emergenzprofils zu erhalten, wurde der vestibuläre Anteil der röntgenopaken Kronen etwas in Richtung der Umschlagfalte extendiert (Abb. 2). Bitte rufen Sie uns an unter 0800 810 814 Weitere Informationen finden Sie unter www.straumann.ch k au ft! M