DENTAL TRIBUNE Swiss Edition · Nr. 3/2010 · 5. März 2010 Implants Special 19 men den Vorteil, dass die templiX®-Platte mit den drei Titanpins ein schmales Design im Zungenbereich zulässt und durch die Aufnahme von externen Metallpins eine direkte Überprüfung des Datensatzes auf Bewegungsartefakte möglich ist. Die Software bietet eine Vielzahl an Optionen, welche deutlich über die eigentliche Planung hinausgeht und bei Anfängern zu Schwierigkeiten führen kann. Hier bietet sich die Möglichkeit in einem „Easy“-Modus durch die Software schrittweise geführt zu werden. Besonders vorteilhaft zeigt sich die automatisierte und präzise Erkennung der Titanpins, was für eine hohe Kongruenz zwischen virtueller Planung und reeller Situation eine wichtige Voraussetzung darstellt. Die zahntechnischen Arbeiten wurden durch das Labor Bollack in DE-Gaiberg bei Heidelberg ausgeführt. DT etwaige Komplikationen direkt mit dem Patienten bereits vor der Operation besprochen und verständlich visualisiert werden können. Dementsprechend konnte der Patient in dieser Falldarstellung bereits präoperativ bezüglich der Osteotomie an 44 sowie der Augmentation an 45 aufgeklärt werden. Insgesamt bietet das coDiagnostiX®-System im Verhältnis zu anderen, auf laborgefertigten Schablonen basierenden Syste- Abb. 7: Postoperative Panoramaschichtaufnahme mit den inserierten Implantaten in Regio 44, 45 und 46. Nachteile. Als Nachteil gilt neben der Entstehung von zusätzlichen Kosten sowie erhöhtem Zeitaufwand in erster Linie die Notwendigkeit einer dreidimensionalen Bildgebung – und damit verbundenen erhöhten Strahlenbelastung. Demgegenüber bietet die computergestützte, schablonengeführte Implantologie den Vorteil, dass nach prothetischen Aspekten die Lageposition von Implantaten hinsichtlich der Knochenverhältnisse gut beurteilt werden können. Voraussetzung hierfür ist eine ausreichende Präzision der Systeme. Diesbezüglich konnten Jung et al. (2009) in einem kürzlich erschienenen Review zeigen, dass die Präzision laborgefertigter Schablonen mit einer Abweichung von durchschnittlich 0,74 mm im koronalen Teil und 0,85 mm im apikalen Bereich im Vergleich zur virtuellen Planung als sehr hoch ist. Die Panoramaschichtaufnahme zeigt in unserem Fall eine leichte Lageinkon- ANZEIGE in Technologie, einfache Bedienung, alle Applikationen, exklusive Instrumente, beste Resultate, grosse Erfahrung – die Original Methode Piezon jetzt auch in der Parodontalchirurgie, der Implantologie, der Oral- und Maxillachirurgie. Piezon Master Surger y Abb. 8: Die Implantate 44, 45 und 46 in der virtuellen Planung. Im Vergleich zur Implantatposition in der postoperativen Panoramaschichtaufnahme besteht eine hohe Kongruenz (Abb. 7). gruenz der Implantate im Verhältnis zur virtuellen Planung. Neben der Vereinfachung des operativen Eingriffs bietet die computergestützte, schablonennavigierte Implantologie den Vorteil, dass neben der hervorragenden Primärstabilität, die aufgrund der genauen Führung der Bohrer resultiert, aus forensischer Sicht eine optimale Dokumentation gewährleistet ist und aufgrund der Berücksichtigung vieler Parameter bei der Planung in der Welt der Chirurgie – das 3-Touch-Panel zur intuitiven Bedienerführung. abgestimmt auf das neue piezokeramische Chirurgiehandstück – die neuen Swiss Instruments Surgery. bis ins Detail – wer den Piezon Master Surgery erlebt hat, fragt: Warum nicht gleich so? Prof. Dr. med. dent. Dr. med. Jörg Thomas Lambrecht J-Thomas.Lambrecht@ unibas.ch Institutsvorsteher Universitätskliniken für Zahnmedizin Dr. Sebastian Kühl sebastian.kuehl@unibas.ch Klinik für Zahnärztliche Chirurgie, Radiologie Hebelstrasse 3 4056 Basel Mehr Information unter www.piezon-master-surgery.com