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Implants Special Osteology Symposium in Luzern Regeneration von Hart- und Weichgewebe – ein Update von Dr. Birgit Wenz, Luzern LUZERN – Knochenersatz kann den Verlust von Knochenvolumen in frischen Extraktionsalveolen und bei autologen Transplantaten verhindern. Weichgewebe um Implantate und Zähne wird in Zukunft vermutlich mit Kollagenen augmentiert werden können. Dies waren zwei der Kernaussagen am 2. Nationalen Osteology Symposium, das vor rund 350 Teilnehmern am 22. und 23. Januar 2010 im Luzerner Verkehrshaus stattfand. Erhalten oder extrahieren und implantieren? Niklaus P. Lang (Universität Hongkong), der für den verhinderten Maurizio Tonetti einsprang, plädierte für den Erhalt auch bei starker parodontaler Schädigung. Zähne können mit erfolgreicher, antiinfektiver Therapie selbst bei sehr ausgeprägter Knochenresorption über viele Jahre erhalten werden. Sogar Furkationen der Klasse II lassen sich durch regenerative Therapien mit guter Voraussagbarkeit in Klasse I-Defekte transformieren. Auch die vorhandenen Langzeitdaten sprechen gemäss Lang für den Zahnerhalt, liegen doch für Implantate erst Daten über zehn Jahre vor, während für entzündungsfreie Zähne Überlebenszeiten von rund 50 Jahren nachgewiesen sind. Lang zeigte anhand der Literatur, dass regenerative Therapien wie GTR oder Schmelzmatrixprotein signifikante Verbesserungen bei intraossären Defekten ermöglichen. Auch mit der Kombination von Knochenersatz (Geistlich BioOss®) und einer Kollagenmembran (Geistlich Bio-Gide®) kann neuer Zement regeneriert werden, die Taschentiefe signifikant reduziert und Attachment gewonnen werden. Lang betonte, dass bei der Festlegung der Therapie ein Risiko-Entscheidungsbaum zugrunde gelegt werden sollte. So haben die Defektmorphologie, verhaltensbedingte Faktoren wie Rauchen oder Mundhygiene sowie systemische Erkrankungen einen grossen Einfluss auf den Erfolg einer regenerativen Behandlung. Aber auch die parodontale Therapie hat ihre Grenzen: Zähne mit einer Taschentiefe von 7 mm oder mehr gehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 64 % trotzdem verloren, wie eine Langzeitstudie der Arbeitsgruppe um Lang zeigen konnte. Knochenverlust nach Extraktion kompensieren Bei den meisten Menschen sind die bukkalen Knochenwände mit durchschnittlich 0,5 mm eher dünn; lediglich bei 15 % der Menschen ist der bukkale Knochen mehr als 1 mm dick, wie Maurício Araújo (Maringá, Brasilien) aus der Gruppe von Jan Lindhe anhand neuer Studiendaten präsentierte. Dünne Knochenlamellen bestehen überwiegend aus Bündelknochen, der als Teil des Parodontiums nach Zahnextraktion verloren geht. Dies hat Formveränderungen (Modelling) und einen Volumenverlust des Kieferkammes zur Folge. Der Knochenverlust kann weder durch Extraktion ohne Lappenbildung noch durch eine Sofortimplantation verhindert werden, wie aus der Studienreihe der Arbeitsgruppe deutlich wurde. Werden frische Alveolen mit einem osteokonduktiven, sehr langsam resorbierenden Knochenersatzmaterial wie Geistlich Bio-Oss® gefüllt, kann zwar nicht die Resorp- Welche Wege führen zu stabilen Gewebeverhältnissen – das Osteology Symposium im Verkehrshaus gab die Richtung vor. Resorption autologer Blöcke reduzieren Wie kann man die Resorption autologer Knochenblöcke verhindern? Luca Cordaro (Rom) präsentierte neue Daten einer von der Osteology-Stiftung unterstützten Humanstudie zur transplantat, Knochenersatz und Kollagenmembran (Geistlich Bio-Oss®, Geistlich Bio-Gide®). Auch wenn bei der Kombinationstherapie etwas mehr postoperative Wunddehiszenzen auftraten, zeigte sie mit nur 5,5 % Resorption einen signifikanten Vorteil gegenüber der Kontrollgruppe (21 % Resorption). Die Kombination von Blöcken, Knochenersatz und Membranen stellt für Cordaro heute die bevorzugte Option bei grossen vertikalen Augmentationen in Einzelzahnlücken, bei horizontalen Augmentationen und bei grossen dreidimensionalen Rekonstruktionen im Seitenzahnbereich dar. In raumerhaltenden Defekten lassen sich dagegen auch bei alleiniger Verwendung von Knochenersatz und Membran gute Ergebnisse erzielen. zenzen. Parallel dazu etablierte sich die Defektfüllung mit osteokonduktiven Knochenersatzmaterialien, die das Volumen unter der Membran erhalten und das Einwachsen von Knochen fördern. Auf Implantatseite veränderten die Sofortimplantation und die transmukosale Heilung die Implantattherapie. Eine Zeitlang schienen dann quervernetzte Kollagenmembranen zu einem weiteren Meilenstein in der Regeneration werden zu können. Aber die Verlängerung der Degradationszeit durch die künstliche Quervernetzung ging mit reduzierter Gewebeintegration, erhöhter Fremdkörperreaktion und häufigen Wunddehiszenzen ohne Spontanheilung einher. Und bei den neuen synthetischen Membranmaterialien fehlt gemäss Hämmerle bisher die breite klinische Dokumentation, sodass native Kollagenmembranen auch weiterhin als Membran der Wahl gelten. Die nächste grosse Revolution in der Regeneration erwartet Christoph Hämmerle von den Wachstumsfaktoren: Diese sind zwar derzeit zu teuer oder noch nicht genügend dokumentiert, könnten aber in Zukunft in der Lage sein, klinische Ergebnisse signifikant zu verbessern, Indikationen zu erweitern, die Belastung für die Pa- Revolutionen in der GBR Hat sich eigentlich in den letzten Jahren irgendetwas Neues in der GBR getan? Ja, und zwar eine ganze Menge, meinte Christoph Hämmerle (Zürich), Präsident der Osteology-Stiftung: Erstmals revolutionierten die Kollagenmembranen die GBR, als sie in den 90er-Jahren ihren Siegeszug antraten und die nicht resorbierbaren ePTFEMembranen ersetzten. Die Kollagene ermöglichen sehr gute Resultate auch bei Wunddehis- Freuten sich über den grossen Erfolg des Symposiums: Andreas Geistlich, Verwaltungsrat, und Mario Mucha, COO Geistlich, Dr. Kay Horsch, Executive Director der Osteology Foundation (v.l.n.r.). tion der bukkalen Wand verhindert werden, durch den neugebildeten Knochen wird aber der Volumenverlust kompensiert und so die Dimensionen des Alveolarkamms erhalten. Behandlung von ausgeprägten horizontalen Defekten. Kontrolldefekte wurden nur mit einem autologen Blocktransplantat augmentiert, Testdefekte mit einer Kombination von Block- ª

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