DTAU0310

10 Hygiene Tribune ª Schmelzüberhang. Beim Versuch, diesen zu entfernen, wird der Nachbarzahn verletzt. Fender Wedge (Directa AB), ein mit einem Metallschild versehener Holzkeil, kann während der Präparation in den Approximalraum gesteckt werden, um den Nachbarzahn zu schützen (Abb. 5). Eine Verletzung des Nachbarzahns bei der Präparation kann auch dadurch verhindert werden, indem man bei der Präparation des apANZEIGE proximalen Kastens zuerst noch eine hauchdünne Wand zum Nachbarzahn stehen lässt und diese dann mit den im SONICflex Lux-Handstück (KaVo) schallaktivierten Instrumenten entfernt und dabei eine definierte Abschrägung präpariert. Damit wird auch der Rand der Kavität optimal geglättet und durch die Abschrägung wird die Randständigkeit der Füllung signifikant verbessert. Des Weiteren kann die Randdichtigkeit der Füllung signifikant verbessert werden, indem am Abb. 5: Fender Mate und Fender Wedge (Directa AB). Boden der gingivalen Stufe eine zarte Rille präpariert wird. Das hat zur Folge, dass das Komposit auf den über die Rille erhabenen Fül- lungsrand aufschrumpft. Die Belastbarkeit der Füllung durch den Kaudruck kann erhöht werden, indem bei der Präparation des ap- Abb. 6: Palodentring (oben) und Composi-Tight-Ringe. EMS-SWISSQUALITY.COM proximalen Kastens im oberen Bereich der bukkalen und lingualen Wand zarte Rillen angelegt werden. Bei der Verwendung von Matrizen kann es passieren, dass nach dem Lichtpolymerisieren des Komposits ein schwacher approximaler Kontaktpunkt oder kleiner Spalt verbleibt, in den Speisereste eingepresst werden (food impaction). In der weiteren Folge kann es zur Schädigung des Parodonts kommen: Eine > 3 mm tiefe Tasche wurde zweimal häufiger gefunden, wenn an dieser Stelle Jahre vorher eine Füllung gelegt wurde. Es wurde nun überlegt, was die Stärke des Kontaktpunkts am meisten beeinflusst: das Komposit, die Matrizendicke oder die Verkeilungsart. Die Kontaktpunktstärke war nicht signifikant stärker, wenn stopfbare statt normale Komposite verwendet wurden. Auch die Dicke der Matrize hatte wenig Einfluss. Deutlich besser war die Qualität des Kontaktpunkts, wenn Separationsringe statt Interdentalkeile verwendet wurden, wie etwa Palodent (DENTSPLY) oder Composi-Tight 3D (Garrison Dental) (Abb. 6). Bei Verwendung von Separationsringen muss aber auch sorgfältig darauf geachtet werden, dass der in der jeweiligen Situation richtig passende Ring ausgewählt wird. Des Weiteren sollte genau überprüft werden, ob die Matrize der gingivalen Stufe exakt anliegt. Damit die optimale Kontaktpunktstärke erreicht wird, sollte bei einer MOD-Füllung zuerst der distale und mesiale Kasten getrennt gefüllt und nicht zwei Matrizen bzw. zwei Ringe zugleich angelegt werden. Nach dem Anlegen der Matrize wird eine Kompositfüllung in der Säureadhäsivtechnik gelegt. HT Kontakt Prof. Dr. Peter Städtler Klinische Abteilung für Zahnerhaltung Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Medizinische Universität Graz Auenbruggerplatz 6a 8036 Graz

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