DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 3/2010 · 5. März 2010 Industry Report 15 richtiges Sitzen ohne Verkrümmung zu behandeln, bleiben Sie gesund und können unbeschwert arbeiten. Auch die Honorarnoten des Physiotherapeuten werden seltener. 3. Wie oft muss der Servicetechniker das Gerät reparieren? Behandlungsgeräte erbringen täglich Höchstleistungen im Dauerlauf. Bei einer Haltedauer von zehn Jahren und mehr ist es daher eine logische Konsequenz, dass der Reparaturbedarf im Laufe der Zeit steigt. Mangelhafte Funktion behindert Sie beim Arbeiten, Ausfälle kosten Geld und verursachen Ärger. Foto: KaVo Ein Gesamtkonzept für das entspannte Praktizieren Was bringt ein neuer Behandlungsplatz? Eine Information des Österreichischen Dentalverbandes (ODV) WIEN – Sie verbringen die meiste Zeit Ihres beruflichen Lebens am Behandlungsplatz und leisten dabei hoch präzise Arbeit. Ihre Arbeit verlangt Konzentration, Ihr Körper eine gesunde, entspannte Haltung und Ihre Patienten wünschen Liegekomfort. Sie erwarten von Ihrem Gerät, dass es all diesen Kriterien entspricht, dabei leistungsfähig ist und zuverlässig funktioniert. Aber erfüllt Ihre Einheit tatsächlich noch diese Erfordernisse nach aktuellen Standards? Optimale Ergonomie und Zuverlässigkeit sind die wichtigsten Entwicklungsziele der Hersteller moderner Behandlungseinheiten, und so wurden in den vergangenen Jahren auch bedeutende Fortschritte erreicht, die Ihnen Ihre tägliche Arbeit erleichtern. Bitte stellen Sie sich selbst einige Fragen: 1. Wie oft sind Sie noch vor Ende Ihrer Ordinationszeit abgespannt und müde? Damit Sie lange konzentriert und präzise arbeiten können, muss das gesamte Konzept des Behandlungsplatzes stimmen. Dazu gehören die korrekte Patientenlagerung, richtiges Sitzen, ergonomische Grifftechnik und perfektes Sehen. Leistungsfähige Bohrantriebe lassen Sie schneller und präziser präparieren und geben gemeinsam mit modernen Operationsleuchten optimales Licht. Ergonomische Grifftechnik Ausbalancierte Bohrantriebe und innovative Schwingbügelformen neuester Bauart erlauben Ihrer Hand, die Instrumente zugfrei und leicht führen zu können. Präzision und Taktilität werden so erheblich verbessert. Die richtigen Möbel, deren wichtige Ladenelemente in Ihrem direkten Greifraum und nicht hinter Ihrem Rücken positioniert sind, ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil funktionierender Ergonomie. Licht Präzise Arbeit in kleinen Arealen benötigt eine hohe, farbechte Lichtdichte. Moderne OP-Lampen und das Licht der Bohrinstrumente sind zur Erzielung schattenfreier Ausleuchtung aufeinander abgestimmt. Häufige Adaptionen des Auges an unterschiedliche Lichtdichten führen ebenfalls zu frühzeitiger Ermüdung, ein zu hohes Lichtgefälle zwischen OP-Feld und Raumlicht ist daher zu vermeiden. Spezielle Umfeldleuchten beheben dieses Problem und sind trotz hoher Lichtausbeute blendfrei. 2. Wie oft sind Sie beim Physiotherapeuten? Perfekte Lagerung des/der Patienten/-in und richtiges Sitzen sind entscheidende Grundvoraussetzungen für entspanntes Arbeiten ohne Langzeit-Folgeschäden für Behandler/-in und Assistenz. Die Ausformung der Liegefläche und die Flexibilität der Kopfstütze, konstruiert nach neuesten Erkenntnissen, spielen dabei eine wesentliche Rolle. Arbeitshocker müssen einen offenen Kniewinkel und gleichzeitig festen Halt ermöglichen, ohne die Blutgefäße der Oberschenkel abzudrücken. Wenn sie durch ihre Konstruktion neben der Arbeitshaltung auch eine Entspannungsposition bieten, leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Durchblutung der Bandscheiben. Nur wenn Ihnen die Technik ermöglicht, durch korrekte Positionierung des Patienten und Andererseits bieten moderne Geräte eine unschätzbare Erleichterung im Arbeitsprozess durch hohe Leistung und Funktionen am neuesten Stand der Technik. So bietet die Integration der Informationstechnologie vielfältige neue Lösungen. Die Nutzung bildgebender Systeme zur Röntgenbefundung direkt an Arbeitsplatz und der Einsatz einer Intraoralkamera unterstützen die Überzeugungsarbeit am Patienten erheblich. Fazit Machen Sie sich selbst, Ihrem Team und nicht zuletzt Ihren Patienten/-innen die Freude der Nut- 4. Entspricht der Zustand Ihres Gerä- Die Behandlungseinheit KaVo ESTETICA E70 . tes den Qualitätsanforderungen Ihrer fachlichen zung modernster, leistungsfähiLeistungen? ger Technik. Damit die Arbeit wieder Spaß macht. Und Sie zuVerschlissene Geräte, deren frieden sind und entspannt Ihren Zenith längst vorüber ist, hemFeierabend genießen können. DT men nicht nur Ihr persönliches Leistungsvermögen, sondern Kontakt: vermitteln auch Ihren Patienten/-innen die falsche Botschaft. www.dentalverband.at Vortrag über anatomische Strukturen prämiert WIEN – Bereits zum dritten Mal vergab die Österreichische Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ÖGZMK) gemeinsam mit dem ODV den Austrian Dental Award (ADA). Der wissenschaftliche Förderpreis wurde im vergangenen Jahr auf dem Österreichischen Zahnärztekongress in Innsbruck verliehen. In den Kategorien „Beste Posterpräsentation“ und „Bester Vortrag/bestes Abstract“ wurden jeweils drei Arbeiten prämiert, die Gesamthöhe des Preisgeldes belief sich auf 6.000 Euro. Die besten Posterpräsentationen wurden von einer wissenschaftlichen Jury vor Ort ermittelt und die Preisträger beim „Gettogether“ im Innsbrucker Hofgarten feierlich geehrt. Stimmabgabe bis zum Schluss Um die Vorträge des letzten Kongresstages nicht von der Wertung zum besten Vortrag/besten Abstract auszuschließen, hat sich die Kongressleitung in Innsbruck entschlossen, den Award nicht wie bisher bei den Kongressen in Graz und Linz bei der Abendveranstaltung zu überreichen, sondern erst nach dem Kongress. Somit war eine Abstimmung bis zum Kongressende möglich, und die Präsentationen des letzten Kon- gresstages konnten mit einbezogen werden. Eine Kommission wertete die abgegebenen Stimmzettel aus und ermittelte die Preisträger. Um die Preisverleihung in einem würdigen Rahmen abzuhalten, wurde der ADA für die beste Vortragspräsentation bzw. Abstract im Zuge des Herbstsymposiums der ÖGZMK Zweigverein Steiermark im Schloss Seggau Ende Oktober 2009 vor vollem Auditorium feierlich von Prof. Dr. Gerwin Arnetzl als Vertreter für die ÖGZMK und von Herrn Matthias Kaufmann für den ODV überreicht. DT Die drei prämierten Arbeiten in der Kategorie „Bester Vortrag/bestes Abstract“ wurden auf dem Herbstsymposium der ÖGZMK Zweigverein Steiermark im Schloss Seggau vergeben (Fotos: Matthias Kaufmann). Die Preisträger Bester Vortrag/bestes Abstract 1. Platz: Anatomische Strukturen in Bereichen skelettaler Verankerungssysteme: Gefahren und deren Management; Univ.-Ass. Dr. Georg Mayer, Prof. DDr. Norbert Jakse 2. Platz: Der zahnlose Oberkiefer als Herausforderung für die implantatgestütze Versorgung; Univ.-Ass. Dr. Alexander Heschl, Prof. Dr. Martin Lorenzoni, Prof. Dr. Walther Wegscheider 3. Platz: Cortison – ein Wundermittel in der perioperativen Schmerztherapie? OA Dr. Arnold Klampfl, OA Dr. Stephan Acham, Univ.-Ass. Dr. Robert Kirmeier, OA Dr. Astrid Truschnegg, Prof. DDr. Norbert Jakse Beste Posterpräsentation 1. Platz: Dr. Bernhard Pseiner, Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Universität Wien 2. Platz: Univ.-Ass. Dr. Georg Mayer, Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Universität Graz 3. Platz: Ass.-Prof. Dr. Margit Pichelmayer, Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Universität Graz Univ.-Prof. Dr. Gerwin Arnetzl, Dipl.-Ing. Clemens Keil von der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Graz und Matthias Kaufmann (v.l.n.r.).