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2 News DENTAL TRIBUNE DT Seite 1 Austrian Edition · Nr. 3/2010 · 5. März 2010 Ist Karies bei Kindern „normal“? auch mehr gesundheitliches Wissen. Vielleicht haben sie auch einfach mehr Zeit, denn sie können es sich leisten, zu Hause bei ihren Kindern zu bleiben und sie intensiver zu betreuen. Für uns als behandelnde Zahnärzte/-innen bedeutet diese Tatsache aber gerade eine Herausforderung, da genau die Kinder, deren Eltern es sich am wenigsten leisten können, die intensivste Betreuung bräuchten. Hervorzuheben ist hier die dringende Notwendigkeit, dass bei Kindern mit hohem Kariesrisiko regelmäßig Prophylaxesitzungen durchgeführt werden können. Dadurch ist es zum einen möglich, die häusliche Mundhygiene zu verbessern, neuer Karies vorzubeugen oder Initialläsionen rechtzeitig zu erkennen und zu therapieren. Zum anderen kann man die Sitzungen auch mit einer Ernährungsberatung verknüpfen, denn diese Kinder neigen mehr als andere auch zu einem gewissen Übergewicht. Adipositas bei Kindern ist – neben vielen anderen – auch eines der Themen beim diesjährigen Frühjahrssymposium Kinderzahnheilkunde, das am 23. und 24. April im Kongresshaus Salzburg stattfinden wird. Wie in den vergangenen Jahren wird auch diesmal wieder ein interessantes und praxisnahes Programm mit Seminaren am Freitagnachmittag und Vorträgen am Samstag sowohl für interessierte Allgemeinzahnärzte/-innen, zahnärztliche Assistenten/-innen sowie auch für spezialisierte Kinderzahnärzte/-innen geboten (www. kinderzahn.at). 0,6 Flächen pro Jahr. Diese Zahlen zeigen, dass dem weiterführenden ZahngesundheitsUnterricht in Hauptschulen, Gymnasien und berufsbildenden höheren Schulen eine wesentliche Bedeutung zukommt. „Im Jugendalter etablieren sich häufig neue zahnschädigende Gewohnheiten, derer sich die meisten gar nicht bewusst sind. Die Schule ist hier das geeignete Umfeld zur Aufklärung“, so Dr. Axel Mory von der ÖGP und Wissenschaftlicher Beirat der GSÖ. Fast Food, Softdrinks und Nikotin bilden während der Pubertät oft den Nährboden für kariöse Infektionen. Die Kariesverteilungskurve zeigt eine dramatische Polarisierung: „Beinahe die Hälfte der Kariesschäden findet sich bei einem knappen Viertel der erhobenen Jugendlichen“, so Dr. Mory. „Dieser Risikogruppe sollten wir besondere Beachtung schenken.“ Die Jugendlichen in Hauptschulen sind im Vergleich zu jenen, die allgemeinbildende höhere Schulen (AHS) besuchen, häufiger von Karies betroffen und ihre kariösen Zähne sind häufiger behandlungsbedürftig. Im Rahmen der Zahnstatuserhebung 2007 bei Zwölfjährigen wird auch der Zusammenhang zwischen Kariesmorbidität und sozialer Schichtzugehörigkeit anhand des Schultyps dargestellt. Die aktuelle Evaluation wurde von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) im Auftrag des BMG erstellt. Die GÖG ist ein Forschungsinstitut, dessen Errichtung per Gesetz im Jahr 1996 beschlossen wurde. Auf einer Pressekonferenz stellten (v.l.) Dr. Axel Mory, ÖGP-Vertreter und Wissenschaftlicher Beirat der GSÖ, Dr. Judith Glazer, Schulärztin und GSÖ-Präsidentin, Hon.-Prof. Dr. Robert Schlögel, Sektionschef für Verbrauchergesundheit und Gesundheitsprävention des BMG sowie Prof. Thomas Schäfer-Elmayer, Benimmexperte. Dr. Verena Bürkle, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (ÖGK). D iese Frage wird uns in einer reinen Kinderzahnordination fast täglich von Eltern gestellt, die zum ersten Mal kommen und erstaunt sind, dass ihr Sprössling mehr Karies hat als sie dachten. Ist Karies also normal? Sicherlich nicht. Im Gegenteil: mit dem entsprechenden Wissen und den entsprechenden Maßnahmen ist Karies fast zu 100 Prozent vermeidbar. Dies haben andere Länder, wie zum Beispiel die Schweiz, schon bewiesen. Tatsache ist aber, dass sich eine gewisse Polarisierung der Karies feststellen lässt: Viele Kinder haben wenig Karies und wenig Kinder haben viel Karies. Dazu lässt sich weiterhin feststellen, dass die Kinder mit viel Karies vorwiegend aus sozial schlechter gestellten Familien stammen. Mögliche Ursachen hierfür gibt es viele: Eltern mit besserer Ausbildung haben vielleicht Fotos von der Pressekonferenz: fotodienst/Anna Rauchenberger. Dr. Mory sprach über die Risikogruppe der Schüler/-innen, die eine Hauptschule besuchen. Dr. Glazer stellte das neue GSÖProjekt zur Zahngesundheit vor, das im Februar gestartet wurde. „Bessere Flirtchancen“ Die GSÖ startete im Februar ihr neues Semesterprojekt Zahngesundheit in allen Schu- len ab der fünften Klassenstufe. Unter dem Titel „Teens Teeth“ wurden Materialien erstellt, die von Schulärzten/-innen und Lehrer/-innen im Unterricht verwendet und an Jugendliche weitergegeben werden können. „Uns ist wichtig, auf die Situation der Schülerinnen und Schüler einzugehen und Ratschläge in einer Form zu präsentieren, die Jugendliche auch annehmen können“, sagte Dr. Judith Glazer, GSÖ-Präsidentin, die auf der Pressekonferenz das Projekt vorstellte. Und weiter: „Unrealistische Forderungen zu stellen bringt nichts.“ Zudem müsse man auch die richtigen Anreize bieten, um bei Jugendlichen das Interesse zu wecken. Solche Motivationsgründe sind laut einer Mitteilung des Verbandes „Gutes Aussehen, bessere Flirtchancen und mehr Selbstbewusstsein“. Die GSÖ stellt ein Jugendmagazin, ein Poster und Lehrunterlagen bereit. DT Streit um Haus KREMS – Ein Hauptschulgebäude in Stein bei Krems ist zu einem Politikum geworden, wie derStandard berichtet. Die Danube Private University (DPU) will das Gebäude erwerben, um darin eine Zahnklinik aufzubauen, in der die Studenten/-innen ab dem sechsten Semester an Patienten/-innen üben können. Bisher war die private Hochschule einzige Bieterin, seit Mitte Februar interessiert sich auch die Niederösterreichische Zahnärztekammer für das Objekt. „Wir suchen seit Jahren ein Gebäude, in dem wir die Ausbildung der Zahnarztassistenten, eine Prophylaxeschule und eine Fortbildungsakademie unter ein Dach bringen können“, sagt Landeskammerpräsident Hannes Gruber der Zeitung derStandard. Wer das Schulobjekt erhält, entscheidet die Hauptschulgemeinde – Verteter/-innen der Stadt und von Umlandgemeinden – sowie der Kremser Gemeinderat. Vertreter der Österreichischen Zahnärztekammer und der Niederösterreichischen Landeszahnärztekammer stellen sich öffentlich gegen die Ausbildung an der DPU. Der niederösterreichische Landtag beschloss Ende Jänner einstimmig, dass das Wissenschaftsministerium die Akkreditierung der Privatuni, die im vergangenen Jahr erteilt wurde, überprüfen solle. DT IMPRESSUM Verleger Torsten Oemus Verlag Dental Tribune International GmbH Holbeinstraße 29 D-04229 Leipzig Tel.: +49-3 41/4 84 74-3 02 Fax: +49-3 41/4 84 74-1 73 Redaktion Anja Worm (V.i.S.d.P.) a.worm@dental-tribune.com Dental Tribune Austria ist ein eigenständiges redaktionelles Publikationsorgan der Dental Tribune International GmbH. Die Zeitung und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Dental Tribune International GmbH unzulässig und strafbar. Dental Tribune ist eine eingetragene Marke. 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ANZEIGE DENTAL-SUISSE BASEL 27 I 28 I 29 MAI www.dental2010.ch < D e n t a l-S u i s s e > 2 0 1 0 i n B a s e l 3 Ta g e M i t t e l p u n k t f ü r D e n t a l p r o f i s a u s S c h w e i z - D e u t s c h l a n d - Fr a n k r e i c h - I t a l i e n im 2-Jahres-Rhythmus Die grösste Dentalmesse der Schweiz auf über 5‘000 m2 Standort Basel: Grosse Besucherzahl aus dem benachbarten Ausland Schnelle und unkomplizierte Anreise aus der ganzen Schweiz Anmeldung für Aussteller über www.dental2010.ch In Zusammenarbeit mit allen führenden Verbänden der Schweizer Dentalwelt Patronat: Arbeitgeberverband der Schweizer Dentalbranche Hauptpartner: Schweizerische Zahnärztegesellschaft SSO Partner: Verband Zahntechnischer Laboratorien der Schweiz, VZLS Partner: Schweizer Verband der Dentalassistentinnen Partner: Berufsverband für Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker Medien Partner:

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