DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 3/2010 · 5. März 2010 Science News 3 Metallschaum als Zahnarzt-Angst oft bei Implantatmaterial psychosozialen Problemen Wissenschafter der North Carolina State University entwickelten das Material, das leichter als solides Aluminium ist und aus reinem Stahl oder einer Mischung aus Stahl und Aluminium hergestellt werden kann. In einem Fachbeitrag über die Ergebnisse, der in der Märzausgabe der Zeitschrift Material Science and Engineering A nachzulesen ist, wies das Forscherteam auf die Vorteile des Materials hin. Neben dem leichten Gewicht und dem hohen Absorbierungsvermögen ähnelt das Elastizitätsmodul des Schaumes dem des Knochens. Das Elastizitätsmodul gibt die Möglichkeit eines Materials an, sich unter Druck zu biegen und nach Druckbeendigung wieder in die Ausgangsform zurückzukehren. Die Elastizität sei bei biomedizinischen Implantaten extrem wichtig, wie Dr. Afsaneh Rabiei, assoziierter Professor für Maschinenbau und Dozent für Biomedizintechnik an der North Carolina State University mitteilte. „Wenn ein orthopädisches oder ein Zahnimplantat im Körper Knochen oder einen Teil des Knochens ersetzt, muss es die gleiche Menge wie der umgebende Knochen be(Foto: Dr. Rabiei, North Carolina State University) RALEIGH – Ein sogenannter Metallschaum, der eine ähnliche Elastizität wie Knochen besitzt, könnte den Implantatmarkt revolutionieren. GÖTEBORG – Angst vor dem Zahnarzt kommt besonders häufig bei Kindern vor, die in schwierigen Familienverhältnissen leben oder in psychologischer Behandlung sind. Zu diesem Schluss kommen schwedische Forscher der Sahlgrenska Academy. „Kinder und Jugendliche, die Zahnarzttermine ständig verschieben oder absagen, haben viermal häufiger Kontakt mit Psychologen oder Anwälten. Zahnärzte sollten besonders dieser Patientengruppe mit besonderem Respekt und Verständnis begegnen“, so Studienleiterin Annika Gustafsson. „Mittlerweile gibt es Zahnärzte, die sich auf minderjährige oder erwachsene Angstpatienten spezialisiert haben“, sagte Gustafsson im Interview mit der Nachrichtenagentur pressetext. Das Anliegen der Studienleiterin war es, mögliche Unterschiede zwischen Jugendlichen, die diese speziellen Zahnärzte benötigen, und ihren Alters- kollegen festzustellen. Je 250 junge Patienten/-innen aus beiden Gruppen beschrieben dafür ihre Familie und ihr tägliches Leben. „Kinder und Jugendliche, die sich der Zahnarztbehandlung widersetzen, haben deutlich öfter Zahnarzt-Angst, stammen eher aus Familien aus niedrigen sozialen Schichten und mit geringem Einkommen. Sie leben häufig mit einem einzigen Elternteil, sind weniger aktiv und haben mehr psychologische Probleme als ihre Alterskollegen“, berichtet die Studienleiterin. Auch die Eltern wurden befragt. Dabei zeigte sich, dass die meisten ebenfalls an schlimmen Zahnarzt-Ängsten litten und eher Zustände der Angst und Sorge hatten, wenn ihre Kinder die auf Problempatienten spezialisierten Zahnärzte benötigten. „Es scheint, als ob die Angst vor dem Zahnarzt vererbt wird. Will ein Elternteil aufgrund seiner eigenen Ängste das Kind nicht zum Zahnarzt begleiten, so wirkt sich das negativ auf das Kind aus“, so Gustafsson. Die Ergebnisse zeigen laut Ansicht der Studienautorin, dass eine Zusammenarbeit zwischen Psychologen oder Sozi- Der Composite-Schaum aus reinem Stahl . wältigen“, so Dr. Rabiei, der dem Forscherteam angehört, die das Material testeten. Mit dem „Metallschaum“ könnte Knochenverlust verhindert werden – ein Risiko bei der Implantation. „Falls das Elastizitätsmodul des Implantates größer ist als jenes des Knochens, wird das Implantat die Hauptlast tragen und der eingebundene Knochen wird absterben. Unser CompositeSchaum kann als Implantat dies verhindern“, sagte Rabiei. Die poröse Oberfläche des Schaumes würde zusätzlich die Osseointegration fördern. DT Quelle: North Carolina State University alarbeitern mit den Zahnärzten aus Gründen der Zahngesundheit sinnvoll wäre. „Es geht darum, so früh wie möglich zu entdecken, welche Kinder und Jugendlichen besondere Hilfe und Unterstützung brauchen.“ DT Quelle: pressetext.austria ANZEIGE DGFDT 2010 Wien Symposion der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und –therapie mit der Arbeitsgemeinschaft für Prothetik und Gnathologie der Österreichischen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Zweigverein Wien) 11. – 12. Juni 2010 Billrothhaus / Gesellschaft der Ärzte, Frankgasse 8, A-1090 Wien Omega-3 ist antibakteriell LEXINGTON/KENTUCKY – Omega-3 Fettsäuren mit marinem oder pflanzlichem Ursprung besitzen einen nachgewiesen starken antibakteriellen Einfluss auf eine Reihe oraler Pathogene. Eicosapentaensäure (EPS), Docosahexaensäure (DHS) und Alpha-Linolensäure sowie deren Fettsäure Ethyl Ester könnten das weis der signifikanten antibakteriellen Wirksamkeit von Omega3 Fettsäuren und ihren Estern gegen orale Pathogene.“ Die Studie untersuchte die Wirksamkeit von EPS, DHS und Alpha-Linolensäuren sowie ihrer Fettsäure Ethyl Ester auf eine Reihe oraler Pathogene. Bei allen untersuchten Omega-3 Verbindungen konnte eine starke antibakterielle Wirksamkeit nachgewiesen werden. Dr. Huang bestätigte, dass die Untersuchungen in diesem Bereich fortgesetzt werden und fügte hinzu: „Derzeit planen wir, diese Wirksamkeit zu untersuchen und versuchen, diese auf Produkte wie beispielsweise Kaugummi zu übertragen. Weiterhin möchten die Wissenschafter Antworten finden auf Fragen zur optimalen Dosierung, Pharmakokinetik und der Wirksamkeit. Die Studie der University of Kentucky wurde jüngst im Journal Molecular Oral Microbiology veröffentlicht. DT Quelle: dentistry.co.uk Kongressthemen: Wachstum oraler Pathogene in relativ geringen Dosen hemmen, einschließlich das von Streptococcus mutans, Candida albicans und Porphyromonas gingivalis, heißt es in einer aktuellen Studie der Kentucky Universität. Dr. Brad Huang und Dr. Jeff Ebersole von der University of Kentucky: „Dies ist die bislang erste Untersuchung zum Nach- Workshops: Kongress-Büro: Weitere Informationen: www.dgfdt.de