
DPAG Entgelt bezahlt · Oemus Media AG · Holbeintraße 29 · 04229 Leipzig DENTAL TRIBUNE The World’s Dental Newspaper · German Edition ITI World Symposium Das Internationale Team für Implantologie (ITI) veranstaltet zum elften Mal das ITI World Symposium – diesmal in der Schweiz. Foto: Lazar Mihai Bogdan No. 1+2/2010 · 7. Jahrgang · Leipzig, 5. Februar 2010 · PVSt. 64494 · Einzelpreis: 3,00 € Mundschleimhaut im Fokus Wer einen Allgemeinmediziner konsultiert, weiß: Der Blick in den Mund ist out. Meist noch pro forma durchgeführt, ist er leider selten von Bedeutung. Foto: Chepe Nicoli 20 Jahre DZOI Das DZOI bereitet eine Jubiläumstagung in Lindau am Bodensee vor. Prominente Namen werden auf der Gästeliste erwartet. Foto: Alexander Chaikin Seite 4ff. Seite 10 Seite 13 ANZEIGE ANZEIGE Perfekt registrieren. Freiberuflichkeit festigen BZÄK positioniert sich klar. BERLIN – Im Nachgang zur Bundestagswahl im September 2009 hat nun die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) ihre gesundheitspolitischen Grundsätze in einem Positionspapier vorgestellt. Sie hebt hervor, die Bundesregierung in ihrer Absicht, die Freiberuflichkeit der Zahnärzte und Ärzte zu stärken, entsprechend zu unterstützen. Für die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) spricht sich die BZÄK für die Befreiung von der Konjunkturabhängigkeit und für die Entkoppelung vom Faktor Arbeit sowie für die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung aus. Der Präsident der Bundeszahnärztekammer Dr.Peter Engels fasst im Interview mit Dental Tribune die wesentlichen Erwartungen und Positionen der BZÄK zur notwendigen Reform des Gesundheitssystems zusammen. DT Fortsetzung auf Seite 8 METAL-BITE ® R-dental Dentalerzeugnisse GmbH Informationen unter Tel. 0 40 - 22757617 Fax 0 800 - 733 68 25 gebührenfrei E-mail: info@r-dental.com r-dental.com Plasmatechnologie in der Zahnheilkunde Das Verfahren mit kaltem Plasma verspricht neuen Therapieansatz. LEIPZIG/HOMBURG – Der Einsatz von kaltem Plasma in der Zahnmedizin könnte künftig antiinfektiöse Maßnahmen in der Zahnmedizin unterstützen. Das interdisziplinäre Wissenschaftsteam um Dr. Axel Schindler vom Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V.Leipzig (IOM) in Leipzig und Dr. Stefan Rupf von der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg untersuchte in Experimenten die Wirksamkeit von atmosphärischem Plasma für die Behandlung von Zahnsubstanz und infiziertem oralen Gewebe. „Kalte Plasmajets sind ionisierte lokale Gasströmungen, die unter Normaldruck mittels Mikrowelle in Plasmajetquellen unter Verwendung von Edelgasen erzeugt werden“, erläutern die Wissenschaftler. „Durch Merkel kritisiert Kassen Schwarz-Gelb macht gegen Zusatzbeiträge mobil. Im Bild die am IOM Leipzig entwickelte miniaturisierte Plasmaquelle mit gezündetem Plasmajet. ©Deutscher Bundestag/photothek.net/Thomas Trutschel BERLIN – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach einem Zeitungsbericht verärgert über die gesetzlichen Krankenkassen, die von ihren Versicherten Zusatzbeiträge verlangen wollen.In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion habe sie angekündigt, man werde sich genau anschauen, was die Kassen da machen, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Teilnehmer der Sitzung.„In anderen Fällen wäre das ein Fall für das Kartellamt“, habe Merkel gesagt. Dem Bericht zufolge zeigte die Kanzlerin Unverständnis dafür, dass gleich mehrere Kassen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hätten,den Zusatzbeitrag von acht Euro zu erheben, obwohl die Situation der Kassen, vor allem ihre Rücklagen, sehr unterschiedlich seien. Kritisch habe sich Merkel auch mit Äußerungen von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) auseinandergesetzt. Es habe keinen Sinn, immer wieder mit Vorschlägen für die Einführung einer Kopfpauschale voranzupreschen, sagte Merkel laut Teilnehmern. Sie verwies auf die aber 2011 geltende Schuldenbremse. „Dann soll Herr Rösler mal schauen, wie er das haushaltsneutral hinbekommt“,wurde Merkel zitiert. DT Mehr zum Thema auf Seite 2 flächentechnologie im Gespräch mit Dental Tribune. Plasmastrahlen werden seit wenigen Jahren als vielfältig nutzbare Technologie in der Industrie zur Bearbeitung von Oberflächen eingesetzt. „Wir werden das Plasmajetverfahren noch in diesem Jahr an Patienten testen.“ Beimischung chemisch aktiver Gase werden reaktive Sauerstoffspezies erzeugt, die in der Lage sind, mit Oberflächen zu reagieren und diese zu verändern“, erklärt Schindler vom Leipziger Leibniz-Institut für Ober„Mit der neuen Variante des kalten Plasmajets als feiner Strahl kann eine Zahnoberfläche desinfiziert werden, ohne diese zu beschädigen“, so Zahnmediziner Rupf. Dennoch werde die Zahnoberfläche durchlässig, etwa für Medikamente.„Damit könnte die Behandlung unter anderem von Karies erheblich verbessert werden. Bislang wird die zerstörte Zahnsubstanz mechanisch entfernt. Mithilfe des neuen Verfahrens kann eine wesentlich schonendere Behandlung im Vorfeld der Zerstörung der Zahnsubstanz erfolgen und die heutige mechanische Dentinentfernung reduzieren“, so die Vision. Die Privatdozenten Dr. Stefan Rupf und Dr. Axel Schindler zählten 2006 zu den Gewinnern des BMBF*Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik. Sie erhielten den Preis für die Entwicklung der *Bundesministerium für Bildung und Forschung Fortsetzung auf Seite 2 ANZEIGE Asiatische Fertigkeit trifft deutsche Qualität Wir sind stolz, einer der ersten Anbieter von qualitativ hochwertigem ausländischen Zahnersatz zu sein. Seit 15 Jahren arbeiten unsere 7 Zahntechniker-Meister und 14 hauseigene Zahnärzte aus der Praxis für die Praxis. 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