
Manchmal bedarf es der Kieferorthopädie und -chirurgie, um das Mundprofil zu harmonisieren. Ein Fallbeispiel erläutern Prof. Dr. Nezar Watted, Privat.-Doz. Dr. Dr. Josip Bill, Dr. Dr. Ori Blanc und Dr. Dr. B. Schlomi.
ESTHETIC TRIBUNE The World’s Esthetic Newspaper · German Edition No. 1+2/2010 · 7. Jahrgang · Leipzig, 5. Februar 2009 No Prep statt konventionell Der Trend in der kosmetischen Zahnmedizin geht unumstritten hin zu noninvasiven Verfahren. Die Vorteile für Patienten und Behandler liegen deutlich auf der Hand. Seite 19 Fallbeispiel Zapfenzahn Das Farbsystem des Komposits Amaris erlaubt eine einfache, zügige Farbwahl und bietet durch die individuelle Farbgestaltung natürlich-ästhetische Restaurationen. Seite 21 „Komposit versus Keramik“ Standen bisher Funktion und Technologien in der Ästhetischen Zahnmedizin im Mittelpunkt, so sind es auf der DGKZ-Jahrestagung 2010 die Keramik- und Kompositrestaurationen. Seite 23 Foto: ©Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH Ästhetikgewinn durch Kieferchirurgie Manchmal bedarf es der Kieferorthopädie und -chirurgie, um das Mundprofil zu harmonisieren. Ein Fallbeispiel erläutern Prof. Dr. Nezar Watted, Privat.-Doz. Dr. Dr. Josip Bill, Dr. Dr. Ori Blanc und Dr. Dr. B. Schlomi. Die Behandlung erwachsener Patienten mit Zahnfehlstellungen und Einschränkungen der Kaufunktion gehört heutzutage zu den Standardaufgaben von Kieferorthopäden. Wenn die räumlichen Zuordnungsdiskrepanzen von Ober- zu Unterkieferzahnbogen stark ausgeprägt und nicht nur dento-alveolär, sondern primär skelettal bedingt sind, werden die Grenze einer konventionellen kieferorthopädischen Therapie erreicht,sodass eine kombiniert kieferorthopädisch-chirurgische Therapie für die Umstellung der Kieferbasen indiziert ist. In diesem Artikel wird die Möglichkeit der Therapie einer skelettalen Dysgnathie (Klasse III) durch eine kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Korrektur abgehandelt. Cosmetic Dentistry im Wind of Change Statement von Prof. Dr. Martin Jörgens osmetic Dentistry bedeutet nicht nur die intensive Auseinandersetzung und Feinplanung aller ästhetischen Aspekte um Zahnfarben und Minimalkorrekturen der Zahnformen. Wurde die Fachrichtung in Deutschland von klassischen, rein funktionsorientierten Zahnärzten oft als nicht notwendig betrachtet, so bekommt die Cosmetic Dentistry spätestens mit Einführung des GBAS – Give Back a Smile Programms ein neues Image auf Basis eines sozialen und humanitären Engagements. Das Programm wurde von der American Academy of Cosmetic Dentistry (AACD) als Sozialprogramm entwickelt, um Opfern häuslicher Gewalt ein neues Leben mit wiederhergestellten Gesichtsstrukturen zu ermöglichen. Der Charity-Gedanke steht hier über allem und wird von honorarfrei tätigen Zahnärzten und Zahntechnikern getragen. Ebenso engagieren sich Ästhetische Chirurgen und Zulieferfirmen der Dentalbranche mit der kostenfreien Bereitstellung von Implantaten und weiteren notwendigen Medizinprodukten. Die DGKZ – Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin kann durch die Assoziierung mit der AACD dieses sinnvolle C 2a 2b Genese der kieferorthopädischen Chirurgie der Mandibula Der erste in der Literatur beschriebene kieferorthopädisch-kieferchirurgische Eingriff am Unterkiefer wurde vom amerikanischen Chirurgen Hullihen im Jahre 1848 durchgeführt. Dabei handelte es sich um eine Segmentosteo- Abb.2a: Die seitliche Aufnahme eines 25-jährigen Patienten; Rückgesicht schräg nach vorne. Abb.2b: Frontale Aufnahme: Die Aufnahme zeigt die aufgrund der Laterognathie Abweichung nach rechts. Das Oberlippenrot ist relativ schwach ausgeprägt. Abb. 3a–e: Klinische Situation vor Behandlungsbeginn. 3a 3b 3c 3d 3e Abb.1: Schematische Darstellung der Osteotomielinien an der äußeren (durchgezogene Linie) und der inneren Kompakta (gestrichelte Linie) des Unterkiefers; 4 = innerer Sägeschnitt oberhalb des N. mandibularis. tomie der Unterkieferfront (eine Rückverlagerung des nach einer Verbrennungsverletzung protrudierten Unterkieferalveolarfortsatzes). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Verfahren kieferorthopädisch-kieferchirurgischer Korrekturen von Dysgnathien durch operative Rück- oder Vorverlagerung des Unterkiefers wieder aufgenommen. Jaboulay beschrieb die Re- sektion des Processus condylaris und Blair die Osteotomie am Corpus mandibulae.Die durch Blair ausgeführte Kontinuitätsresektion im horizontalen Ast war die erste echte Progenieoperation. Der Patient stellte sich ursprünglich 1891 dem Zahnarzt Whipple in St.Louis vor, wurde dann allerdings dem damals wohl bedeutendsten Kieferorthopäden Fortsetzung auf Seite 18 GBAS-Programm auf dem deutschen Markt etablieren. Die Mitglieder der DGKZ haben die Möglichkeit, ihr soziales Engagement nach außen zu kommunizieren und für eine andere Wahrnehmung der Cosmetic Dentistry zu sorgen. Durch gezielte CharityBehandlungen kann sich jeder Einzelne innerhalb seiner Praxis und seines Umfelds für die Betroffenen einsetzen – ob in Form der Betreuung eines Frauenhauses oder einzelner Opfer. Die Fälle sind nach strengen Charity-Richtlinien zu dokumentieren und dürfen durch das festgeschriebene Einverständnis des Patienten auch veröffentlicht werden. Ein Lächeln mit neuen schönen Zähnen und wiederhergestellten Gesichtsstrukturen ist die menschliche Basis, neu anzufangen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Das GBAS-Programm wird damit die oft totgeschwiegene Diskussion um das Thema „Häusliche Gewalt“ neu entfachen und für einen zeitgemäßen Umgang mit dem Thema sorgen. Die Zeit ist reif den Worten von Kennedy zu folgen: „Denken Sie nicht darüber nach, was Ihr Land für Sie tun kann. Denken Sie darüber nach, was Sie für Ihr Land tun können.“ ANZEIGE Flexibilität in Form und Service QUALITÄT © Barometer Verlagsgesellschaft mbH FLEXIBILITÄT Ihre räumlichen Gegebenheiten sind für uns eine Herausforderung. Wir planen mit Ihnen gemeinsam, transportieren und montieren pünktlich zum gewünschten Termin. SERVICE Schaffen Sie in Ihrer Praxis ein individuelles Ambiente– unsere Mitarbeiter beraten Sie vor Ort. Wählen Sie aus 180 RAL Farben -nur bei uns und ganz ohne Aufpreis. Die komplette Fertigung in Deutschland ist einer der wesentlichen Qualitätsmerkmale unserer Möbellinien. Hinzu kommen Langlebigkeit sowie zeitloses und unverwechselbares Design. 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