
Der Aufbau einer natürlichen Zahnform mit direkter Kompositrestauration stellt heute auch bei Zähnen, deren anatomische Form von der Norm abweichen, technisch kein Problem mehr dar. Dr. Marcelo Balsamo demonstriert den Einsatz des Amaris-Farbsystems bei der Behandlung eines Zapfenzahns.
ESTHETIC TRIBUNE German Edition · Nr. 1+2/2010 · 5. Februar 2010 User Report 21 Minimalinvasive Korrektur ästhetischer Disharmonien Der Aufbau einer natürlichen Zahnform mit direkter Kompositrestauration stellt heute auch bei Zähnen, deren anatomische Form von der Norm abweichen, technisch kein Problem mehr dar. Dr. Marcelo Balsamo demonstriert den Einsatz des Amaris-Farbsystems bei der Behandlung eines Zapfenzahns. Das Farbsystem des Komposits Amaris (VOCO) erlaubt eine einfache, zügige Farbwahl und ermöglicht im Zweischichtverfahren durch den flexiblen Einsatz jeweils nur einer Opak- und einer Transluzentfarbe eine individuelle Farbgestaltung und damit natürlich ästhetische Restaurationen. Dies bedeutet eine Abkehr von herkömmlichen Farbsystemen und der Vorstellung eines „anatomischen Aufbaus mit Dentin- und Schmelzfarben“ mittels einer ganzen Palette von Farben und eines ständigen Farbabgleichs. Das Amaris-Farbsystem besteht aus den fünf opaken Farben O1 bis O5 sowie den drei transluzenten Farben TN, TL und TD. Die opaken Farben haben die optischen Eigenschaften von Dentin: Opazität,Fluoreszenz und Opaleszenz. Die optischen Eigenschaften von Schmelz werden durch eine 0,5-mm-Schicht einer der transluzenten Farben erzielt. Der einzige Schritt, der beim Amaris-Farbsystem noch die Verwendung eines Farbschlüssels erfordert, ist die Auswahl der opaken Farbe mithilfe einer Farbskala in Zur Verbesserung der Haftung wird die Oberfläche des Zahns vorsichtig labial (Abb. 6) und palatinal (Abb. 7) aufgeraut. Die Nachbarzähne werden mit Teflonband isoliert (Abb. 8). Als Haftvermittler kommt das selbstätzende Adhäsiv Futurabond NR (VOCO) zum Einsatz. Es wird appliziert, gründlich getrocknet und lichtgehärtet (Abb. 9–11). Der Silikonschlüssel (Contrast, VOCO) wird als Formhilfe für den palatinalen Aufbau des Zahns mit der opaken Farbe O3 genutzt (Abb. 12). Der Aufbau erfolgt in Schichten von 2 mm,die jeweils 40 Sekunden ausgehärtet werden. Labial wird die opake Farbe für den gesamten Aufbau bis auf den letzten halben Millimeter verwendet. Feine Übergänge werden mit einem Pinsel gestaltet (Abb. 13) und die Oberfläche wird mit einem Silikonspatel modelliert (Abb. 14). Die Farbwahl der transluzenten Farbe erfolgt ohne Farbschlüssel durch den Vergleich der ausgehärteten opaken Restauration mit der umgebenden Zahnsubstanz. Da O3 dem Zahn gut entspricht,ist eine Farbkorrektur nicht erforderlich. Daher wird der letzte halbe Millimeter mit der neutralen Farbe TN aufgebaut. Auch hier werden die feinen Übergänge mit einem Pinsel gestaltet (Abb. 15). Als letzte Schicht wird das fließfähige HT (High Translucent) dünn aufgetragen (Abb. 16) und ausgehärtet. Sie erzeugt eine schöne optische Tiefe (Abb. 17). Der Vergleich mit der Ausgangssituation (Abb. 18) zeigt eine natürlich-ästhetische Restauration, die in zwei einfachen Farbwahlschritten minimalinvasiv umgesetzt wurde.Die perfekte Ästhetik dieser Restauration erzeugt eine hohe Patientenzufriedenheit, die durch die Schonung des Geldbeutels noch verstärkt wird. ET ANZEIGE 2 3 4 1 ausgehärtetem Originalmaterial. Mit der Opakfarbe wird der ganze Zahn bis auf den letzten halben Millimeter schichtweise aufgebaut und lichtgehärtet. Erst dann erfolgt der zweite Farbwahlschritt, wobei man die mit der opaken Farbe erstellte Restauration mit der umgebenden Zahnsubstanz vergleicht. Stimmt die Farbe, wird eine Schicht TN (Translucent Neutral) gewählt. Ist die gewählte opake Farbe immer noch zu dunkel, hellt man sie mit einer 0,5-mm-Schicht TL (Translucent Light) auf.Im umgekehrten Fall würde man TD (Translucent Dark) wählen, um die Farbe abzudunkeln. Die Amaris-Farben decken in all ihren Kombinationen das zahnmedizinisch relevante Farbspektrum vollständig ab. 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Fallbeispiel Zapfenzahn Abbildung 1 zeigt die Ausgangssituation eines Zapfenzahns (TurnerZahn). Nach Abdrucknahme wird ein Modell erstellt und ein Mockup modelliert. Ein Silikonschlüssel (Contrast, VOCO) hiervon soll die palatinale Gestaltung und die Formgebung erleichtern (Abb. 2). Der nächste Schritt ist die Farbbestimmung. Mithilfe der Farbskala wird die opake Grundfarbe im zervikalen Bereich als O3 bestimmt (Abb. 3). Die gewählte Farbe kann auch direkt auf dem Zahn überprüft werden. Hierzu wird die gewählte 17 Dr. Marcelo Balsamo Zahnarzt und Professor der Associação Paulista de Cirurgiões Dentistas (APCD) IOP Odontologia Rua Albion 229 cjs. 32 e 34 São Paulo – SP Brasil 05077-130 fale@iopodontologia.com.br 18a 18b Grundfarbe Amaris O3 (Abb. 4) auf den unpräparierten Zahn appliziert und ausgehärtet. Die Farbwahl ist korrekt (Abb. 5). Dieser Schritt ist mit dem Amaris-System eigentlich nur in Ausnahmefällen erforderlich. Gewöhnlich lässt sich die Farbwahl mit dem Farbschlüssel überprüfen, da dieser aus ausgehärtetem Originalmaterial besteht. Die beste Dentalbehandlungsleuchte swiss made Weltneuheit: Zuschaltbarer integrierter Filter verhindert Polymerisation bei jedem Komposit! Weltneuheit: Einzigartiges Lichtfeldmanagement verhindert Schattenbildung im Arbeitsbereich! Die DENTA-LED erfüllt auch alle weiteren Wünsche: Design in Vollendung, keine UV-/ IR-Strahlung, Drei-Stufen Dimmung, berührungsloser On/ B-PRODUCTIONS GMBH DENTAL MOBILITY Dorfstrasse 10 - CH-3673 Linden SWITZERLAND Telephone: Telefax: +41 (31) 771 27 28 +41 (31) 771 27 18