
DT today News Vorfahrt für Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen Ersatzkassen wollen mehr Leistungen zur Prävention erbringen. BERLIN/STUTTGART – Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KZV BW) und der Verband der Ersatzkassen (vdek) Baden-Württemberg wollen der zahnmedizinischen Vorsorge und Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen mehr Gewicht geben. Dazu stellen die Ersatzkassen mehr Finanzmittel zur Verfügung als andere Krankenkassen. „Die Zahngesundheit unserer Jugendlichen wird damit klar verbessert“, freute sich die Vorsitzende des Vorstandes der KZV BW, Dr. Ute Maier. Der ANZEIGE Zahngesundheit ist Lebensqualität Versorgungsniveau in Deutschland hoch. WITTEN-HERDECKE – Die Mundgesundheit eines Menschen macht etwa zehn Prozent der allgemeinen medizinischen Lebensqualität aus. Zu diesem Studienergebnis kam Prof. Stefan Zimmer von der Universität Witten/Herdecke. Der Dekan der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der UW/H wertete dazu knapp 12.500 Fragebögen von Patienten aus 700 deutschen Zahnarztpraxen aus. Bei der Abfrage der allgemeinen medizinischen Lebensqualität unterschied die Studie zwischen der rein körperlichen und der mentalen Einschätzung der gesundheitlichen Lebensqualität. Dabei fiel auf, dass der körperliche Index sich erwartungsgemäß mit dem Alter verschlechterte, während die Einschätzung der rein mentalen Verfassung mit dem Alter sogar stieg. Bei einer genaueren Analyse zeigte sich, dass dies nicht etwa darauf zurückzuführen ist, dass die älteren Leute hier besonders hohe Werte verzeichneten, sondern darauf, dass sich die mentale Komponente der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei jüngeren Menschen deutlich verschlechtert hat. „Über die Gründe können wir nur spekulieren“, sagt Prof. Zimmer. Die Entwicklung könne mit den veränderten sozialen Bedingungen in Deutschland, wie die Gefahr der Arbeitslosigkeit, rapide steigende Gesundheitskosten, das Risiko von Altersarmut und die Notwendigkeit, selbst vorzusorgen, in Zusammenhang stehen. „Bei der mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität liegen wir auf einem sehr hohen Niveau“, konstatiert Prof. Zimmer. Erfreulich sei, dass sich in den Altersgruppen zwischen 14 und 50 Jahren keine statistisch relevanten Unterschiede ergeben hätten. Diese Feststellung scheint zunächst im Gegensatz zur epidemiologischen Tatsache zu stehen, dass zahngesundheitliche Probleme wie Karies, Parodontitis und Zahnverlust mit dem Alter zunehmen. Eine Erklärung, warum sich dies nicht auf die Lebensqualität auswirkt, könnte das hohe Niveau der zahnärztlichen Versorgung in Deutschland sein, so Prof. Zimmer. Verband der Ersatzkassen ist ebenso überzeugt davon: „Wir tun ganz konkret mehr für unsere Versicherten, wir fördern ihre Gesundheit“, sagte Walter Scheller, Leiter der Landesvertretung des vdek. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte in BadenWürttemberg können nun für die jungen Versicherten der Ersatzkassen wie bisher vorsorgende Leistungen erbringen. „Mit Prophylaxe lässt sich Karies vermeiden, die Zähne bleiben gesund, das ist unser Ziel“, so Dr. Ute Maier. „Mit dieser innovativen Lösung halten wir auf lange Sicht gesehen die Kosten im Zaum, weil teure Versorgungen vermieden werden“, betonte Walter Scheller. EMS-SWISSQUALITY.COM » Fortsetzung von Seite 25 Mit 6.500 Zahnarztpraxen und 5.000 Teilnehmern gilt das „QM-Navi“ als das übersichtlichste und weitverbreiteste QM-Handbuch im zahnärztlichen Gesundheitswesen. Unter dem Motto: weniger ist mehr löst das „QM-Navi“ exakt die Anforderungen des GemBa und umfasst dabei weniger als 100 Seiten. Durch den anlehnenden Aufbau des Handbuches an die Infrastruktur einer Praxis finden die Mitarbeiter sehr schnell den Zugang zu den Inhalten. Auch Praxen ohne Computer können mit dem QM-System arbeiten. Zusätzlich ist das Handbuch ausbaufähig, sodass auch ein Hygienemanagement integriert werden kann. Die Termine im Überblick: 26. Februar 2010 12. März 2010 19. März 2010 30. April 2010 04. Juni 2010 10. September 2010 17. September 2010 01. Oktober 2010 Unna Düsseldorf Siegen Düsseldorf Warnemünde Leipzig Konstanz Berlin Weitere Informationen und Anmeldung bei der Oemus Media AG, Tel.: 0 3 41/4 84 74-308, E-Mail: event@oemus-media.de, www.oemus.com.